Dermatologie
Medizinische Dermatologie
Viele Hauterkrankungen verlaufen chronisch oder in Schüben. Eine genaue Diagnose und eine Therapie, die zu Ihrem Alltag passt, machen den Unterschied. Wir behandeln nach aktuellen Leitlinien und begleiten Sie langfristig.
Krankheitsbilder
Wobei wir Ihnen helfen
Rosacea
Rötungen, Couperose und Knötchen beruhigen, Gefäße mit IPL und Nd:YAG-Laser behandeln.
Condylome
Feigwarzen im Genital- und Analbereich: diskret behandeln, Rückfällen vorbeugen.
Neurodermitis, Dermatitis & Ekzeme
Ekzemformen unterscheiden, Juckreiz lindern und Schübe mit der proaktiven Intervalltherapie reduzieren.
Seborrhoisches Ekzem
Rötung und fettige Schuppen an Kopfhaut und Gesicht gezielt behandeln.
Herpes simplex & Herpes Zoster
Lippen- und Genitalherpes sowie Gürtelrose: früh behandeln, Komplikationen vorbeugen.
Bakterien, Pilze & Parasiten
Mikrobiologische Erkrankungen der Haut: Infektionen gezielt erkennen und behandeln.
Haarsprechstunde & Haarausfall
Ursachen klären und behandeln: Minoxidil, PRP, PolyHair und MesoHair Needling.
Erkrankungen der Schleimhäute
Lippen, Mund- und Genitalschleimhaut: Beschwerden diskret abklären und behandeln.
Dermatologie · Acne vulgaris
Akne erkennen und wirksam behandeln
Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen überhaupt. Sie betrifft nicht nur Jugendliche, sondern zunehmend auch Erwachsene. Mit der richtigen Therapie lässt sie sich gut kontrollieren und Narben lassen sich oft vermeiden.
Auf einen Blick
- Typisch: Mitesser, Papeln, Pusteln, ggf. Knoten
- Wo: Gesicht, Dekolleté, Rücken
- Wer: Jugendliche und Erwachsene
- Ziel: Entzündungen lindern, Hautbild klären, Narben verhindern und behandeln
Wie Akne entsteht
Am Anfang steht der Talgdrüsenfollikel: Hormone regen die Talgproduktion an, gleichzeitig verhornt der Ausgang der Pore stärker. Es entsteht ein Mitesser (Komedo). Bakterien, die natürlicherweise auf der Haut leben, vermehren sich darin und lösen eine Entzündung aus.
Neben der erblichen Veranlagung können Hormonschwankungen, bestimmte Medikamente, ungeeignete Kosmetik, Stress und Rauchen die Akne verstärken.
Formen der Akne
Acne comedonica
Vor allem offene und geschlossene Mitesser, kaum Entzündung.
Acne papulopustulosa
Entzündete Knötchen und Pusteln, die häufigste Form.
Acne conglobata
Schwere Form mit tiefen, schmerzhaften Knoten und hohem Narbenrisiko.
Spätakne (Acne tarda)
Akne im Erwachsenenalter, häufig bei Frauen, oft an Kinn und Kieferlinie und hormonell mitbedingt.
Akne behandeln
Die Therapie richtet sich nach Schweregrad, Hauttyp und Lebenssituation. Wichtig ist Geduld: Erste Erfolge zeigen sich meist nach sechs bis acht Wochen, und eine Erhaltungstherapie beugt Rückfällen vor.
Äußerliche Therapie
Wirkstoffe wie Retinoide, Benzoylperoxid oder Azelainsäure lösen Mitesser, wirken entzündungshemmend und antibakteriell, oft als Kombination.
Innerliche Therapie
Bei ausgeprägter entzündlicher Akne ergänzend ein Antibiotikum für begrenzte Zeit, bei schwerer oder vernarbender Akne Isotretinoin. Für Frauen kann in Absprache mit der Gynäkologie eine hormonelle Behandlung sinnvoll sein.
Medizinische Peelings In unserer Praxis
Chemische Peelings mit Salicyl-, Glykol-, Brenztrauben- oder Mandelsäure klären die Haut, öffnen verstopfte Poren, wirken entzündungshemmend und unterstützen die ärztliche Therapie. Als Intensiv-Peeling in Serie, durchgeführt in unserer medizinischen Kosmetik unter ärztlicher Supervision.
AquaFacial GlowSolution zur Rezidivprophylaxe In unserer Praxis
Ist die Akne abgeheilt, hält die regelmäßige AquaFacial GlowSolution mit Ultraschall, SMAS-Massage und LED die Poren frei und die Haut im Gleichgewicht. So beugen wir neuen Entzündungen vor und erhalten das erreichte Ergebnis.
Aknenarben In unserer Praxis
Ist die Akne zur Ruhe gekommen, verbessern Microneedling, PRP-Needling oder Polynukleotide das Hautbild und regen die Kollagenbildung an. Mehr dazu unter Ästhetik.
Was Sie selbst tun können
- Milde, seifenfreie Reinigung morgens und abends
- Pflege und Make-up mit dem Hinweis „nicht komedogen“
- Pickel nicht ausdrücken: Das erhöht das Risiko für Entzündung, Flecken und Narben
- Leichten Sonnenschutz verwenden, da einige Aknemittel die Lichtempfindlichkeit erhöhen
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Rosazea · Couperose
Rosacea: Rötungen beruhigen, Schübe vermeiden
Rosacea ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut. Sie zeigt sich mit anhaltenden Rötungen, sichtbaren Äderchen und teils mit Knötchen. Sie ist nicht heilbar, lässt sich aber sehr gut behandeln.
Auf einen Blick
- Typisch: Flush, Dauerrötung, Äderchen, Papeln
- Wo: Wangen, Nase, Stirn, Kinn
- Wer: Meist ab etwa 30 Jahren
- Verlauf: Chronisch, in Schüben
Was hinter Rosacea steckt
Bei Rosacea reagieren Blutgefäße und Immunsystem der Gesichtshaut überempfindlich. Auch Haarbalgmilben (Demodex), die bei Rosacea vermehrt vorkommen, spielen eine Rolle. Typisch sind Phasen plötzlicher Rötung (Flush), aus denen sich mit der Zeit eine dauerhafte Rötung entwickeln kann.
Erscheinungsformen
Rötung & Äderchen (Couperose)
Anhaltende Rötung im Mittelgesicht, sichtbare erweiterte Gefäße (Teleangiektasien).
Papulopustulös
Entzündliche Knötchen und Pusteln, ähnlich wie Akne, aber ohne Mitesser.
Phymatös
Verdickung und Vergrößerung des Gewebes, am häufigsten an der Nase (Rhinophym).
Augenbeteiligung
Brennende, trockene oder gerötete Augen und Lidränder. Hier arbeiten wir mit der Augenheilkunde zusammen.
Rosacea behandeln
Wir kombinieren je nach Erscheinungsbild verschiedene Bausteine. Kortisonhaltige Cremes sind bei Rosacea ungeeignet, da sie die Erkrankung langfristig verschlechtern.
Äußerliche Therapie
Cremes und Gele mit Ivermectin, Metronidazol oder Azelainsäure wirken entzündungshemmend. Gegen die Rötung gibt es Wirkstoffe, die die Gefäße vorübergehend verengen.
Innerliche Therapie
Bei ausgeprägten Entzündungen ein niedrig dosiertes, entzündungshemmendes Doxycyclin, in besonderen Fällen niedrig dosiertes Isotretinoin.
Gefäßbehandlung mit IPL In unserer Praxis
Sichtbare Äderchen und Dauerrötung (Couperose) lassen sich mit IPL gezielt reduzieren. Meist sind mehrere Sitzungen nötig.
Nd:YAG-Laser bei größeren Gefäßen In unserer Praxis
Größere sichtbare Gefäße, die auf die IPL-Behandlung nicht ausreichend ansprechen, behandeln wir gezielt mit dem Nd:YAG-Laser. Sein Licht dringt tiefer in die Haut ein und erreicht auch kräftigere Gefäße.
Rhinophym-Abtragung In unserer Praxis
Verdicktes Gewebe an der Nase kann mit dem Erbiumlaser schonend abgetragen und modelliert werden.
Medizinische Kosmetik In unserer Praxis
Mit äußerlichen Intensivbehandlungen und sanften, auf empfindliche Haut abgestimmten Peelings in unserer medizinischen Kosmetik erzielen wir sehr gute Besserungen und können diese langfristig erhalten.
Hautregeneration In unserer Praxis
Polynukleotide sind auch bei entzündlichen Gesichtsdermatosen möglich und unterstützen die Hautbarriere. Wir beraten Sie, ob und wann das für Sie passt.
Auslöser kennen und meiden
- UV-Strahlung: täglich mineralischen oder sensitiven Sonnenschutz verwenden
- Hitze, Sauna, starke Temperaturwechsel
- Alkohol, scharfe Speisen und heiße Getränke
- Stress und körperliche Anstrengung
- Reizende Kosmetik, Peelingkörner, alkoholhaltige Gesichtswasser
Ein Symptom-Tagebuch hilft, Ihre persönlichen Auslöser zu erkennen.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Verrucae
Warzenbehandlung: klassisch, mit immunstimulierenden Behandlungen oder mit dem Laser
Viruswarzen sind harmlos, aber oft hartnäckig, ansteckend und an den Füßen schmerzhaft. Wir behandeln sie klassisch in wöchentlichen Terminen, mit immunstimulierenden Behandlungen, die die körpereigene Abwehr gegen das Warzenvirus aktivieren, oder mit dem Nd:YAG-Laser bei besonders hartnäckigen Warzen.
Auf einen Blick
- Ursache: Humane Papillomviren (HPV)
- Wo: Hände, Finger, Fußsohlen, Gesicht
- Übertragung: Kontakt, feuchte Böden, kleine Hautrisse
- Ziel: Vollständige Entfernung, wenig Rückfälle
Warzenarten
Gewöhnliche Warzen
Raue, hautfarbene Knötchen, vor allem an Händen und Fingern.
Dornwarzen
An der Fußsohle, durch das Körpergewicht nach innen gedrückt und daher oft schmerzhaft beim Gehen.
Mosaikwarzen
Viele flache Warzen, die beetartig zusammenwachsen, meist an der Fußsohle.
Flachwarzen
Kleine, flache Knötchen, häufig im Gesicht und an den Handrücken.
Unsere Behandlungswege
Klassisch
Unsere klassische Warzenintensivbehandlung (wöchentlich)
Eine Kombination aus mehreren Verfahren in aufeinander abgestimmten Sitzungen, ergänzt durch Ihre Behandlung zu Hause. So greifen wir die Warze von mehreren Seiten zugleich an.
- Fachgerechtes Abtragen der verhornten Warzenoberfläche
- Vereisung (Kryotherapie) der Warze
- Unterschiedliche hornlösende und warzenwirksame Säuren, je nach Warzenart und Lage: Salicylsäure, Trichloressigsäure (TCA), Milchsäure und Monochloressigsäure
- Immunstimulierende Therapie, die die körpereigene Abwehr gegen das Warzenvirus aktiviert
- Wöchentliche Termine, bis die Warze abgeheilt ist
- Geeignet für die meisten Warzen, auch bei Kindern
Hartnäckige Warzen
Nd:YAG-Laser
Für Warzen, bei denen andere Verfahren nicht ausreichend geholfen haben. Der Nd:YAG-Laser dringt tief in die Warze ein und verödet die Blutgefäße, die sie versorgen. Das Warzengewebe stirbt ab und löst sich in den folgenden Wochen.
- Behandlung unter örtlicher Betäubung
- Wirkt auch in der Tiefe, oft genügen eine oder wenige Sitzungen
- Besonders für hartnäckige Dorn- und Mosaikwarzen
- Abheilung meist innerhalb von zwei bis vier Wochen
- An der Fußsohle vorübergehende Schonung einplanen
Welche Methode passt, hängt von Art, Größe, Anzahl und Lage der Warzen ab. Das besprechen wir nach der Untersuchung mit Ihnen. Auch nach erfolgreicher Behandlung können neue Warzen entstehen, da das Virus in der Haut verbleiben kann.
Vorbeugen und Ansteckung vermeiden
- In Schwimmbad, Sauna und Umkleiden Badeschuhe tragen
- Handtücher, Bimssteine und Feilen nicht teilen
- Warzen nicht aufkratzen oder selbst herausschneiden
- Trockene, rissige Haut an Händen und Füßen gut pflegen
Bei therapieresistenten Verläufen
Sprechen Warzen auf diese Verfahren nicht ausreichend an, stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung: die Injektion immunaktivierender oder zellhemmender Wirkstoffe direkt in die Warze (intraläsionale Therapie). In seltenen Fällen kommt eine innerliche Behandlung in Frage. Wir besprechen diese Möglichkeiten ausführlich mit Ihnen.
Bitte ärztlich abklären lassen
Nicht jede warzenähnliche Hautveränderung ist eine Warze. Neu aufgetretene Knoten im Erwachsenenalter, Veränderungen im Gesicht oder im Genitalbereich sowie Warzen bei geschwächtem Immunsystem sollten Sie immer untersuchen lassen. Warzen im Genitalbereich sind meist Condylome, mehr dazu unter Condylome.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Condylomata acuminata
Condylome (Feigwarzen): diskret und gründlich behandelt
Condylome, auch Feig- oder Genitalwarzen genannt, gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Hauterkrankungen. Sie sind gutartig, aber ansteckend und neigen zu Rückfällen. Wir behandeln sie diskret, gründlich und mit viel Zeit für Ihre Fragen.
Auf einen Blick
- Ursache: Humane Papillomviren (HPV), meist Niedrigrisiko-Typen
- Wo: Genital- und Analbereich
- Übertragung: Vor allem beim Geschlechtsverkehr
- Vorbeugung: HPV-Impfung
Wie sich Condylome zeigen
Condylome sind kleine, hautfarbene bis bräunliche oder rötliche Knötchen, die einzeln oder in Gruppen auftreten und mit der Zeit zu blumenkohlartigen Beeten zusammenwachsen können. Sie verursachen oft keine Beschwerden, manchmal Juckreiz, Brennen oder leichte Blutungen.
Zwischen Ansteckung und sichtbaren Warzen können Wochen bis Monate vergehen. Das Virus kann auch in der Haut vorhanden sein, ohne dass Warzen zu sehen sind.
Condylome behandeln
Welche Behandlung passt, hängt von Anzahl, Größe und Lage der Condylome ab. Häufig kombinieren wir mehrere Verfahren.
Behandlung zu Hause
Immunstimulierende oder warzenhemmende Cremes und Lösungen, die Sie nach genauer Anleitung über mehrere Wochen selbst auftragen.
Abtragung In unserer Praxis
Operative Entfernung oder Laserbehandlung unter örtlicher Betäubung, besonders bei größeren oder zahlreichen Condylomen.
Kontrollen
Da Condylome häufig wiederkehren, sehen wir uns die Haut nach der Behandlung in regelmäßigen Abständen erneut an.
Vorbeugen durch Impfung
Die HPV-Impfung schützt vor den Virustypen, die die meisten Condylome verursachen, und zusätzlich vor HPV-Typen, die bestimmte Krebserkrankungen auslösen können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, mit Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag. Ob eine Impfung auch später für Sie sinnvoll ist, besprechen wir gern mit Ihnen.
Auch an die Partnerin oder den Partner denken
Wir empfehlen, dass sich auch Ihre Sexualpartnerinnen und -partner untersuchen lassen. Kondome senken das Ansteckungsrisiko, schützen aber nicht vollständig. Bei Condylomen im Analbereich oder bei Frauen kann eine ergänzende fachärztliche Untersuchung sinnvoll sein.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Psoriasis
Schuppenflechte: heute sehr gut behandelbar
Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die weit über die Haut hinausgehen kann. Dank moderner Therapien ist heute für die meisten Betroffenen eine weitgehend erscheinungsfreie Haut ein realistisches Ziel.
Auf einen Blick
- Typisch: Scharf begrenzte, gerötete, silbrig schuppende Plaques
- Wo: Ellenbogen, Knie, Kopfhaut, Nägel, Gesäßfalte
- Häufigkeit: Etwa 2 bis 3 von 100 Menschen
- Ansteckend: Nein
Was bei Psoriasis passiert
Bei der Schuppenflechte richtet sich das Immunsystem fehlerhaft gegen die Haut. Die Hautzellen erneuern sich dadurch in wenigen Tagen statt in rund vier Wochen, es bilden sich dicke, schuppende Plaques. Die Veranlagung ist häufig erblich.
Schübe können durch Infekte, Stress, Verletzungen der Haut, bestimmte Medikamente, Rauchen und Alkohol ausgelöst werden.
Mehr als eine Hauterkrankung
Psoriasis ist eine Systemerkrankung. Bei einem Teil der Betroffenen sind auch die Gelenke entzündet (Psoriasis-Arthritis). Zudem treten Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes häufiger auf. Wir achten deshalb auch auf diese Begleiterkrankungen.
Schuppenflechte behandeln
Die Therapie richtet sich nach Ausprägung, betroffenen Stellen und Ihrer Lebensqualität. Wir behandeln nach der aktuellen Leitlinie.
Schuppen lösen und pflegen
Harnstoff- und salicylsäurehaltige Präparate lösen die Schuppen und bereiten die Haut auf die Wirkstoffe vor. Rückfettende Basispflege gehört täglich dazu.
Äußerliche Therapie
Bei leichter Psoriasis Kombinationen aus Kortison und Vitamin-D-Abkömmlingen als Creme, Gel, Schaum oder Lösung für die Kopfhaut.
Lichttherapie
Eine UVB-Therapie kann bei ausgedehntem Befall wirksam sein. Wir beraten Sie, ob sie für Sie in Frage kommt.
Systemische Therapie
Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis oder besonderen Lokalisationen wie Nägeln, Händen, Gesicht oder Genitalbereich: Tabletten oder moderne Biologika, die gezielt einzelne Botenstoffe der Entzündung blockieren.
Was Sie selbst tun können
- Konsequente, rückfettende Hautpflege, auch in erscheinungsfreien Phasen
- Rauchstopp und wenig Alkohol verbessern den Verlauf nachweislich
- Ein gesundes Körpergewicht unterstützt die Wirksamkeit der Therapie
- Hautverletzungen vermeiden, da sie neue Herde auslösen können
Achten Sie auf Ihre Gelenke
Morgensteifigkeit, geschwollene Finger- oder Zehengelenke und Schmerzen an Sehnenansätzen sollten Sie uns unbedingt mitteilen. Eine frühe Behandlung schützt die Gelenke.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Ekzemerkrankungen
Neurodermitis, Dermatitis und Ekzeme
Gerötete, juckende, schuppende Haut kann viele Ursachen haben. Wir klären, welche Form eines Ekzems vorliegt und was es auslöst. Daraus entsteht ein Behandlungsplan, der Schübe lindert und ihnen vorbeugt. Für die Beratung nehmen wir uns Zeit.
Auf einen Blick
- Typisch: Rötung, Juckreiz, Schuppung, Bläschen, Trockenheit
- Formen: Neurodermitis, Kontaktekzem, Handekzem und weitere
- Ansteckend: Nein
- Bei chronischem Verlauf: Proaktive Intervalltherapie
Was ist der Unterschied?
Dermatitis und Ekzem bezeichnen im Grunde dasselbe: eine entzündliche, nicht ansteckende Reaktion der Haut mit Rötung, Juckreiz, Schuppung und manchmal Bläschen oder nässenden Stellen. „Dermatitis“ wird häufiger für akute Entzündungen verwendet, „Ekzem“ eher für länger bestehende Veränderungen.
Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist eine bestimmte, chronische Form davon. Sie beruht auf einer angeborenen Neigung zu einer gestörten Hautbarriere und einem überempfindlichen Immunsystem, beginnt oft schon im Kindesalter und verläuft in Schüben. Andere Ekzeme werden dagegen vor allem von außen ausgelöst, etwa durch Reizstoffe, Allergene oder Austrocknung.
Häufige Formen
Neurodermitis
Trockene Haut, starker Juckreiz, Ekzeme in Armbeugen, Kniekehlen, an Hals, Gesicht und Händen. Häufig zusammen mit Heuschnupfen, Asthma oder Allergien.
Irritatives Kontaktekzem
Entsteht durch wiederholte Reizung, etwa durch häufiges Waschen, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel oder Feuchtarbeit.
Allergisches Kontaktekzem
Eine Allergie gegen einen Stoff, der die Haut berührt, z. B. Nickel, Duft- oder Konservierungsstoffe. Klarheit bringt ein Allergietest (Epikutantest).
Handekzem
Oft eine Mischung mehrerer Ursachen und besonders belastend im Alltag und Beruf. Mehr unter Hände
Austrocknungsekzem
Rissige, juckende Haut vor allem an den Beinen, häufig im Winter und im höheren Alter.
Seborrhoisches Ekzem
Rötung und fettige Schuppen an Kopfhaut und Gesicht. Mehr erfahren
Ekzeme behandeln
Am Anfang steht die genaue Diagnose. Wo ein Auslöser erkennbar ist, steht seine Vermeidung an erster Stelle. Die weitere Behandlung folgt einem Stufenschema und richtet sich nach Form und Schwere.
Basistherapie
Tägliche, rückfettende Pflege stärkt die Hautbarriere und ist die Grundlage jeder Behandlung, auch wenn die Haut gerade erscheinungsfrei ist. Wir finden mit Ihnen die passende Grundlage für Ihre Haut.
Entzündungshemmende Cremes
Im akuten Schub entzündungshemmende Cremes in passender Stärke, mit oder ohne Kortison, je nach Hautareal.
Proaktive Intervalltherapie
Bei chronischen Verläufen, siehe unten.
Innerliche Therapie
Bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis oder schweren Handekzemen stehen heute moderne Medikamente zur Verfügung, die gezielt in die Entzündung eingreifen und den Juckreiz deutlich lindern können.
Proaktive Intervalltherapie bei chronischen Verläufen
Auch wenn ein Ekzem äußerlich abgeheilt ist, bleibt in der Haut oft eine unsichtbare Entzündung bestehen. Deshalb kehren die Schübe immer wieder an denselben Stellen zurück.
Bei der proaktiven Intervalltherapie behandeln wir nicht erst, wenn der nächste Schub kommt. Nach Abheilung wird die entzündungshemmende Creme an den typischen Stellen in festen Abständen weiter aufgetragen, meist zweimal pro Woche über mehrere Monate, zusätzlich zur täglichen Pflege. So werden Schübe seltener und schwächer, und insgesamt wird meist weniger Wirkstoff benötigt als bei einer reinen Behandlung im Schub.
Was Sie selbst tun können
- Kurz und lauwarm duschen, danach sofort eincremen
- Milde, parfümfreie Reinigungs- und Pflegeprodukte verwenden
- Hände bei Feuchtarbeit mit geeigneten Handschuhen schützen
- Weiche, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle tragen
- Kühlen statt Kratzen, z. B. mit feuchten Umschlägen
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Beratung
Chronische Ekzeme lassen sich nur gemeinsam gut in den Griff bekommen. Wir besprechen in Ruhe mögliche Ursachen und Auslöser, zeigen Ihnen die richtige Anwendung von Pflege und Cremes und geben Ihnen einen klaren, schriftlichen Behandlungsplan mit. Wenn sich etwas ändert, passen wir ihn mit Ihnen an.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Rosazeaartige Dermatitis
Periorale Dermatitis: weniger ist mehr
Kleine rote Knötchen rund um den Mund, dazu Brennen und Spannungsgefühl: Die periorale Dermatitis betrifft vor allem Frauen zwischen 20 und 45 Jahren. Oft wird sie durch zu viel Pflege ausgelöst und mit noch mehr Pflege verschlimmert.
Auf einen Blick
- Typisch: Rote Knötchen und Pusteln, Brennen, Schuppung
- Wo: Um Mund, Nase, gelegentlich Augen
- Kennzeichen: Schmaler freier Saum am Lippenrot
- Prognose: Heilt bei richtiger Behandlung ohne Narben ab
Wie sie entsteht
Häufigster Auslöser ist eine Überpflege: Viele, vor allem reichhaltige Cremes, Seren und Make-up weichen die Hautbarriere auf. Besonders folgenreich ist die Anwendung kortisonhaltiger Cremes im Gesicht. Sie bessern die Haut zunächst, nach dem Absetzen kommt es aber zu einem deutlichen Aufflammen.
Auch hormonelle Einflüsse, Stress und bestimmte Zahnpasten werden als Mitauslöser diskutiert.
Periorale Dermatitis behandeln
Nulltherapie
Der wichtigste Schritt: Alle Cremes, Seren und Make-up im Gesicht konsequent weglassen. Gereinigt wird nur mit lauwarmem Wasser. In den ersten Tagen kann sich die Haut vorübergehend verschlechtern, das ist normal.
Kortison ausschleichen
Wurden kortisonhaltige Cremes angewendet, setzen wir diese mit Ihnen kontrolliert ab, um ein starkes Aufflammen zu vermeiden.
Äußerliche Therapie
Bei Bedarf entzündungshemmende Wirkstoffe wie Metronidazol, Erythromycin, Azelainsäure oder Pimecrolimus in leichter Grundlage, gegen Spannungsgefühl ggf. Umschläge mit Schwarztee.
Innerliche Therapie
Bei ausgeprägten Befunden über einige Wochen ein entzündungshemmendes Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline.
Bis zur vollständigen Abheilung vergehen meist mehrere Wochen. Danach führen wir die Pflege behutsam und mit wenigen, gut verträglichen Produkten wieder ein.
Medizinische Kosmetik In unserer Praxis
Mit äußerlichen Intensivbehandlungen und Peelings in unserer medizinischen Kosmetik erzielen wir sehr gute Besserungen und können diese erhalten. Den richtigen Zeitpunkt nach der akuten Phase legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.
Keine Cortisoncremes verwenden
Rezeptfreie Kortisoncremes im Gesicht sind einer der häufigsten Auslöser. Lassen Sie Hautausschläge im Gesicht ärztlich abklären, bevor Sie sie behandeln.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Seborrhoische Dermatitis
Seborrhoisches Ekzem: Rötung und Schuppen gezielt behandeln
Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige, gutartige Hauterkrankung in talgdrüsenreichen Regionen. Es zeigt sich mit Rötung und gelblich-fettigen Schuppen und verläuft oft in Schüben, besonders in der kalten Jahreszeit.
Auf einen Blick
- Typisch: Rötung mit gelblich-fettigen Schuppen, leichter Juckreiz
- Wo: Kopfhaut, Augenbrauen, Nasenflügel, hinter den Ohren, Brust
- Verlauf: Chronisch wiederkehrend
- Ansteckend: Nein
Ursachen
Eine wichtige Rolle spielt die Hefe Malassezia, die bei allen Menschen auf der Haut lebt. Bei Betroffenen reagiert die Haut auf diese Hefe und ihre Stoffwechselprodukte mit einer Entzündung. Begünstigt wird das durch Stress, Schlafmangel, trockene Heizungsluft und Kälte.
Bei Säuglingen tritt eine eigene, meist harmlose Form als Kopfgneis auf. Bei sehr ausgeprägten oder häufig wiederkehrenden Verläufen prüfen wir auch mögliche Begleitfaktoren.
Seborrhoisches Ekzem behandeln
Gegen die Hefe
Antimykotische Shampoos, Cremes oder Gele, z. B. mit Ketoconazol oder Ciclopirox, verringern die Malassezia-Besiedlung und beruhigen die Haut.
Entzündung beruhigen
Bei stärkerer Rötung kurzfristig milde Kortisonpräparate oder kortisonfreie, entzündungshemmende Cremes, besonders für das Gesicht.
Schuppen lösen
Bei dicken Schuppen auf der Kopfhaut lösen wir diese zunächst mit geeigneten Ölen oder Lösungen ab.
Erhaltungstherapie
Ein- bis zweimal pro Woche ein antimykotisches Shampoo oder eine Creme beugt Rückfällen wirksam vor.
Was Sie selbst tun können
- Milde, leichte Pflege statt fettreicher Cremes im Gesicht
- Haare regelmäßig waschen, das Shampoo einige Minuten einwirken lassen
- Ausreichend Schlaf und Stressabbau
- Ein wenig Sonne bessert die Beschwerden oft, Sonnenbrand aber unbedingt vermeiden
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Dermatologie · Herpeserkrankungen
Herpeserkrankungen: Herpes simplex und Herpes Zoster
Herpes simplex und Herpes Zoster werden von Viren derselben Familie ausgelöst. Beide verbleiben nach der Erstinfektion lebenslang in Nervenzellen und können später wieder aktiv werden. Herpes simplex zeigt sich meist als wiederkehrender Lippen- oder Genitalherpes, Herpes Zoster als Gürtelrose. Bei beiden gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.
Auf einen Blick
- Herpes simplex: Wiederkehrende Bläschen an Lippen, Gesicht oder Genitalbereich
- Herpes Zoster: Gürtelrose: einseitiger, streifenförmiger Ausschlag mit Schmerzen
- Ansteckend: Ja, über den Bläscheninhalt
- Wichtig: Frühzeitig antiviral behandeln
Zwei Erkrankungen, eine Virusfamilie
Herpes simplex
Ausgelöst durch Herpes-simplex-Viren. Die Erstinfektion erfolgt oft schon in der Kindheit. Danach können immer wieder Bläschen an derselben Stelle auftreten, am häufigsten an den Lippen (Lippenherpes) oder im Genitalbereich (Genitalherpes).
Herpes Zoster
Ausgelöst durch das Varizella-Zoster-Virus, den Erreger der Windpocken. Wird es Jahre später wieder aktiv, entsteht die Gürtelrose: ein schmerzhafter Ausschlag entlang eines Nervs, meist nur einmal im Leben.
Herpes simplex: wie er sich zeigt
Typisch ist ein Kribbeln, Brennen oder Spannen, gefolgt von gruppierten, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen auf gerötetem Grund. Die Bläschen platzen, verkrusten und heilen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne Narben ab.
Häufige Auslöser für einen erneuten Ausbruch sind UV-Strahlung, Fieber und Infekte, Stress, hormonelle Schwankungen, kleine Verletzungen der Haut und eine geschwächte Abwehr.
Herpes simplex behandeln
Früh äußerlich behandeln
Virushemmende Cremes wirken am besten, wenn sie schon beim ersten Kribbeln aufgetragen werden. Austrocknende Präparate unterstützen die Abheilung.
Antivirale Tabletten
Bei ausgeprägten Verläufen, bei Genitalherpes oder bei geschwächter Abwehr verkürzen Tabletten die Erkrankung deutlich.
Bei häufigen Rückfällen
Treten Herpesausbrüche sehr oft auf, kann eine vorbeugende Dauertherapie über einige Monate sinnvoll sein.
Auslöser vermeiden
Sonnenschutz für die Lippen mit hohem Lichtschutzfaktor, besonders im Urlaub und in den Bergen.
Der Bläscheninhalt ist ansteckend. Bitte nicht an die Bläschen fassen, Hände waschen, Handtücher und Gläser nicht teilen und auf Küsse verzichten, besonders gegenüber Säuglingen.
Herpes Zoster: wie sich Gürtelrose zeigt
Die Gürtelrose entsteht, wenn das Windpockenvirus, das nach einer Windpockenerkrankung lebenslang im Körper verbleibt, wieder aktiv wird. Das Risiko steigt ab etwa 50 Jahren und bei geschwächter Abwehr.
Häufig beginnt sie mit Abgeschlagenheit und brennenden oder stechenden Schmerzen in einem umschriebenen Hautareal. Nach einigen Tagen bilden sich dort gerötete Flecken und gruppierte Bläschen, typischerweise nur auf einer Körperseite und entlang des Versorgungsgebiets eines Nervs. Am häufigsten sind Rumpf und Gesicht betroffen.
Herpes Zoster behandeln
Antivirale Therapie
Virushemmende Tabletten verkürzen die Erkrankung und senken das Risiko für langanhaltende Nervenschmerzen. Sie wirken am besten, wenn sie innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der Bläschen begonnen werden.
Schmerztherapie
Eine ausreichende Schmerzbehandlung von Anfang an ist wichtig und kann das Risiko einer Post-Zoster-Neuralgie verringern.
Lokale Wundpflege
Austrocknende und antiseptische Präparate unterstützen die Abheilung der Bläschen und beugen bakteriellen Infektionen vor.
Nachsorge
Bleiben Schmerzen nach Abheilung des Ausschlags bestehen, begleiten wir Sie weiter und beziehen bei Bedarf die Schmerzmedizin ein.
Herpes Zoster: Ansteckung
Der Inhalt der Bläschen ist ansteckend. Menschen, die noch keine Windpocken hatten und nicht geimpft sind, können sich anstecken und an Windpocken erkranken. Halten Sie die Bläschen bedeckt und meiden Sie bis zur Verkrustung den Kontakt zu Schwangeren, Neugeborenen und immungeschwächten Menschen.
Herpes Zoster: Vorbeugen durch Impfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung mit einem Totimpfstoff allen Menschen ab 60 Jahren sowie ab 50 Jahren bei bestimmten Grunderkrankungen oder Immunschwäche. Die Impfung besteht aus zwei Dosen. Wir beraten Sie gern, ob sie für Sie sinnvoll ist.
Sofort ärztlich abklären
Bei Herpes in der Nähe des Auges, bei Neugeborenen und Säuglingen sowie bei Menschen mit Neurodermitis: Hier kann sich das Virus großflächig auf der Haut ausbreiten (Ekzema herpeticatum). Das muss umgehend behandelt werden.
Sofort ärztlich abklären
Bei Gürtelrose im Gesicht, vor allem an Stirn, Nase oder Auge, sowie im Bereich des Ohres ist eine rasche Behandlung besonders wichtig, da Auge, Gehör und Gesichtsnerv betroffen sein können. Ebenso bei geschwächtem Immunsystem oder ausgedehntem Befall.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Mikrobiologische Erkrankungen
Infektionen der Haut: Bakterien, Pilze und Parasiten
Die Haut ist dicht besiedelt, meist mit nützlichen Mikroorganismen. Ist die Hautbarriere geschwächt oder kommt ein Erreger von außen hinzu, können Infektionen entstehen. Wir finden den Erreger gezielt und behandeln ihn so, dass er verschwindet und nicht weitergegeben wird.
Auf einen Blick
- Bakterien: Borkenflechte, Haarbalgentzündung, Wundrose, Wanderröte
- Pilze: Fuß-, Nagel- und Hautpilz, Hefepilze, Kleienpilzflechte
- Parasiten: Krätze, Läuse, Hautmaulwurf
- Diagnose: Abstrich, Pilznachweis, Dermatoskopie
Bakterielle Infektionen
Borkenflechte (Impetigo)
Bläschen und honiggelbe Krusten, oft im Gesicht, besonders bei Kindern. Sehr ansteckend.
Haarbalgentzündung & Furunkel
Entzündete Pusteln an Haarwurzeln, die sich zu schmerzhaften, tiefen Knoten entwickeln können.
Wundrose (Erysipel)
Scharf begrenzte, überwärmte, sich ausbreitende Rötung, oft am Unterschenkel und häufig mit Fieber. Bakterien dringen über kleine Hautrisse ein, etwa bei Fußpilz.
Wanderröte (Borreliose)
Sich ringförmig ausbreitende Rötung Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich. Sie sollte immer behandelt werden.
Pilzinfektionen
Fußpilz
Juckende, schuppende oder aufgeweichte Haut zwischen den Zehen oder an der Fußsohle. Mehr unter Podologie
Nagelpilz
Verfärbte, verdickte und brüchige Nägel, oft als Folge eines Fußpilzes. Mehr unter Nägel
Hautpilz am Körper
Ringförmige, schuppende Herde mit gerötetem Rand, nicht selten von Haustieren übertragen. Bei Kindern auch an der Kopfhaut.
Hefepilze
Gerötete, nässende Stellen in Hautfalten, unter der Brust, in der Leiste oder im Windelbereich.
Kleienpilzflechte
Helle oder bräunliche, fein schuppende Flecken an Brust und Rücken, die nach Sonne besonders auffallen.
Begünstigende Faktoren
Feuchtigkeit, enge Schuhe, Schwitzen, Diabetes oder eine geschwächte Abwehr.
Parasiten
Krätze (Skabies)
Starker, nachts zunehmender Juckreiz, feine Gänge und Knötchen, z. B. zwischen den Fingern. Krätzmilben werden bei engem Hautkontakt übertragen und kommen wieder häufiger vor.
Läuse
Kopfläuse vor allem bei Kindern, seltener Filz- oder Kleiderläuse. Juckreiz und sichtbare Nissen.
Hautmaulwurf (Larva migrans)
Juckende, wandernde Linien in der Haut, meist nach Barfußlaufen an tropischen Stränden.
Stiche
Insekten-, Floh- oder Bettwanzenstiche, deren Ursache wir gemeinsam mit Ihnen eingrenzen.
Diagnose und Behandlung
Erreger nachweisen
Je nach Befund mit Abstrich, mikroskopischem Pilznachweis oder Pilzkultur. Krätzmilben lassen sich oft direkt mit dem Dermatoskop erkennen.
Gezielt behandeln
Antiseptisch, antibakteriell, gegen Pilze oder gegen Parasiten, äußerlich als Creme, Lösung oder Shampoo und, wenn nötig, innerlich als Tabletten.
Weitergabe verhindern
Bei Krätze und Läusen werden enge Kontaktpersonen mitbehandelt. Sie erhalten genaue Hinweise zu Wäsche, Textilien und Hygiene.
Rückfällen vorbeugen
Wir behandeln auch, was die Infektion begünstigt, etwa einen Fußpilz als Eintrittspforte für eine Wundrose.
Was Sie selbst tun können
- Füße und Zehenzwischenräume nach dem Waschen gut abtrocknen
- Handtücher, Kämme und Kleidung nicht teilen
- In Schwimmbad, Sauna und Umkleiden Badeschuhe tragen
- Nach Aufenthalten im Grünen den Körper nach Zecken absuchen
- Eine verordnete Behandlung bis zum Ende durchführen, auch wenn die Haut schon besser aussieht
Bitte rasch ärztlich abklären
Eine schnell größer werdende, heiße und schmerzhafte Rötung, vor allem mit Fieber oder Schüttelfrost, sowie eine Rötung nach einem Zeckenstich gehören zeitnah in ärztliche Behandlung.
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.
Dermatologie · Trichologie
Haarsprechstunde und Haarausfall
Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist normal. Werden es deutlich mehr, lichtet sich das Haar oder entstehen kahle Stellen, steckt eine Ursache dahinter, die sich in vielen Fällen gut behandeln lässt. Wir klären sie gründlich und stellen mit Ihnen einen Behandlungsplan zusammen, von Minoxidil bis zu regenerativen Verfahren wie PRP, PolyHair und MesoHair.
Auf einen Blick
- Diagnose: Gespräch, Untersuchung von Kopfhaut und Haaren, Laborwerte
- Therapie: Minoxidil, PRP, PolyHair, MesoHair Needling
- Geduld: Erste Ergebnisse meist nach 3 bis 6 Monaten
- Wichtig: Früh beginnen
Häufige Formen
Anlagebedingter Haarausfall
Die häufigste Form bei Männern und Frauen. Bei Männern mit Geheimratsecken und lichtem Hinterkopf, bei Frauen meist als Ausdünnung am Scheitel. Die Haarfollikel reagieren empfindlich auf Hormone und werden mit der Zeit kleiner.
Diffuser Haarausfall
Gleichmäßiger Haarverlust am ganzen Kopf, häufig einige Monate nach Infekten, Operationen, Geburt, Stress, Diäten oder bei Eisenmangel und Schilddrüsenerkrankungen.
Kreisrunder Haarausfall
Plötzlich auftretende, runde kahle Stellen. Ursache ist eine Fehlreaktion des Immunsystems gegen die Haarwurzeln.
Vernarbender Haarausfall
Seltene, entzündliche Formen, bei denen Haarwurzeln dauerhaft verloren gehen können. Hier ist eine frühe Diagnose besonders wichtig.
Kopfhauterkrankungen
Schuppen, Juckreiz und Entzündungen, etwa bei seborrhoischem Ekzem, Schuppenflechte oder Pilzinfektionen.
Haarschaft & Haarqualität
Brüchiges, glanzloses oder stark geschädigtes Haar, auch durch Färben, Hitze oder Zug.
Diagnose
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Vorgeschichte, untersuchen Kopfhaut und Haare, auch vergrößert mit dem Dermatoskop (Trichoskopie), und veranlassen bei Bedarf Laborwerte wie Eisen, Schilddrüsen- oder Hormonwerte. So erkennen wir, welche Form vorliegt und ob behandelbare Ursachen dahinterstecken.
Haarausfall behandeln
Zuerst behandeln wir erkennbare Ursachen, etwa einen Eisenmangel oder eine entzündliche Kopfhauterkrankung. Bei anlagebedingtem Haarausfall setzen wir auf eine Kombination aus bewährter Basistherapie und regenerativen Verfahren.
Minoxidil
Bewährter Wirkstoff zur Anwendung auf der Kopfhaut. Er verlängert die Wachstumsphase der Haare und kann den Haarausfall bremsen und die Haardichte verbessern. Wichtig ist eine regelmäßige und langfristige Anwendung.
PRP-Eigenbluttherapie In unserer Praxis
Aus Ihrem eigenen Blut gewonnenes, plättchenreiches Plasma wird in die Kopfhaut eingebracht. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren regen die Haarfollikel an.
PolyHair In unserer Praxis
Behandlung der Kopfhaut mit Polynukleotiden, die die Regeneration der Kopfhaut und die Versorgung der Haarwurzeln unterstützen.
MesoHair Needling In unserer Praxis
Microneedling der Kopfhaut mit hochkonzentrierten Wirkseren, die über feinste Mikrokanäle direkt an die Haarwurzeln gelangen.
Die regenerativen Verfahren werden meist als Kur mit mehreren Sitzungen durchgeführt, danach in größeren Abständen zur Erhaltung. Haare wachsen langsam: Erste Ergebnisse zeigen sich in der Regel nach drei bis sechs Monaten.
Je früher, desto besser
Haarwurzeln, die noch aktiv sind, lassen sich am besten erhalten. Lassen Sie verstärkten Haarausfall deshalb frühzeitig abklären, bei kahlen Stellen oder einer entzündeten Kopfhaut zeitnah.
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Dermatologie · Mund- und Genitalschleimhaut
Erkrankungen der Schleimhäute
Die Dermatologie umfasst nicht nur die Haut, sondern auch die angrenzenden Schleimhäute an Lippen, Mund und im Genitalbereich. Beschwerden dort sind oft unangenehm und werden aus Scham lange hingenommen. Wir untersuchen und behandeln sie diskret und mit Zeit für Ihre Fragen.
Auf einen Blick
- Bereiche: Lippen, Mundschleimhaut, Genital- und Analbereich
- Typisch: Brennen, Juckreiz, Rötung, weißliche Stellen, Wunden
- Diagnose: Untersuchung, Abstrich, bei Bedarf Gewebeprobe
- Haltung: Diskret und einfühlsam
Lippen und Mundschleimhaut
Aphthen
Schmerzhafte, runde Schleimhautgeschwüre mit weißlichem Belag, die oft wiederkehren.
Lichen planus der Mundschleimhaut
Weißliche, netzartige Streifen oder schmerzhafte Rötungen an Wangenschleimhaut, Zunge oder Zahnfleisch. Eine chronische Entzündung, die regelmäßig kontrolliert werden sollte.
Entzündungen der Lippen
Trockene, rissige oder entzündete Lippen und eingerissene Mundwinkel, z. B. durch Kontaktallergien, Pilze oder Ekzeme.
Lichtschäden der Lippe
Raue, schuppende Stellen an der Unterlippe als Folge von UV-Strahlung, eine Vorstufe von Hautkrebs. Mehr erfahren
Infektionen
Lippenherpes und Pilzbefall der Mundschleimhaut (Soor). Mehr zu Herpes
Weißliche Veränderungen
Weiße, nicht abwischbare Flecken (Leukoplakie) sollten immer ärztlich abgeklärt werden.
Genital- und Analbereich
Lichen sclerosus
Chronische Entzündung mit Juckreiz und weißlichen, pergamentartigen Hautarealen, bei Frauen und Männern. Frühzeitig behandelt, lassen sich Vernarbungen vermeiden. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.
Ekzeme und Kontaktallergien
Juckreiz und Rötung, oft durch Pflege-, Hygiene- oder Waschmittel ausgelöst.
Entzündungen und Pilzinfektionen
Z. B. Entzündungen der Eichel oder der Vulva, häufig durch Hefepilze oder Bakterien. Mehr zu Infektionen
Condylome und Herpes
Feigwarzen und Genitalherpes. Mehr zu Condylomen
Schuppenflechte im Intimbereich
Psoriasis zeigt sich hier oft ohne Schuppen, als scharf begrenzte Rötung. Mehr erfahren
Unklare Veränderungen
Neue Knötchen, Pigmentflecken oder Wunden im Genitalbereich sollten untersucht werden.
Diagnose und Behandlung
Genaue Untersuchung
Wir sehen uns die Schleimhaut und die angrenzende Haut genau an, bei Bedarf mit Abstrich oder Allergietest.
Gewebeprobe, wenn nötig
Bei chronischen oder unklaren Veränderungen sichert eine kleine Gewebeprobe die Diagnose.
Gezielte Behandlung
Entzündungshemmend, gegen Pilze, Bakterien oder Viren, abgestimmt auf die empfindliche Schleimhaut, dazu Hinweise zur richtigen Pflege.
Zusammenarbeit
Wo sinnvoll, stimmen wir uns mit Zahnärztinnen und Zahnärzten, Gynäkologie oder Urologie ab.
Bitte abklären lassen
Eine Wunde, Rötung oder weißliche Stelle an Lippen, Mund oder im Genitalbereich, die nach zwei bis drei Wochen nicht abgeheilt ist, sollte immer ärztlich untersucht werden.
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