Dermatologie

Medizinische Dermatologie

Viele Hauterkrankungen verlaufen chronisch oder in Schüben. Eine genaue Diagnose und eine Therapie, die zu Ihrem Alltag passt, machen den Unterschied. Wir behandeln nach aktuellen Leitlinien und begleiten Sie langfristig.

Krankheitsbilder

Wobei wir Ihnen helfen

Akne

Mitesser, Pickel und Spätakne: von der Creme bis zur Narbenbehandlung.

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Rosacea

Rötungen, Couperose und Knötchen beruhigen, Gefäße mit IPL und Nd:YAG-Laser behandeln.

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Warzen

Klassische Warzen-Intensivbehandlung oder Nd:YAG-Laser bei hartnäckigen Warzen.

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Condylome

Feigwarzen im Genital- und Analbereich: diskret behandeln, Rückfällen vorbeugen.

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Schuppenflechte

Psoriasis leitliniengerecht behandeln, bis hin zu modernen Biologika.

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Neurodermitis, Dermatitis & Ekzeme

Ekzemformen unterscheiden, Juckreiz lindern und Schübe mit der proaktiven Intervalltherapie reduzieren.

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Periorale Dermatitis

Knötchen um den Mund: warum weniger Pflege oft mehr hilft.

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Seborrhoisches Ekzem

Rötung und fettige Schuppen an Kopfhaut und Gesicht gezielt behandeln.

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Herpes simplex & Herpes Zoster

Lippen- und Genitalherpes sowie Gürtelrose: früh behandeln, Komplikationen vorbeugen.

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Bakterien, Pilze & Parasiten

Mikrobiologische Erkrankungen der Haut: Infektionen gezielt erkennen und behandeln.

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Haarsprechstunde & Haarausfall

Ursachen klären und behandeln: Minoxidil, PRP, PolyHair und MesoHair Needling.

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Erkrankungen der Schleimhäute

Lippen, Mund- und Genitalschleimhaut: Beschwerden diskret abklären und behandeln.

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Dermatologie · Acne vulgaris

Akne erkennen und wirksam behandeln

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen überhaupt. Sie betrifft nicht nur Jugendliche, sondern zunehmend auch Erwachsene. Mit der richtigen Therapie lässt sie sich gut kontrollieren und Narben lassen sich oft vermeiden.

Auf einen Blick

  • Typisch: Mitesser, Papeln, Pusteln, ggf. Knoten
  • Wo: Gesicht, Dekolleté, Rücken
  • Wer: Jugendliche und Erwachsene
  • Ziel: Entzündungen lindern, Hautbild klären, Narben verhindern und behandeln

Wie Akne entsteht

Am Anfang steht der Talgdrüsenfollikel: Hormone regen die Talgproduktion an, gleichzeitig verhornt der Ausgang der Pore stärker. Es entsteht ein Mitesser (Komedo). Bakterien, die natürlicherweise auf der Haut leben, vermehren sich darin und lösen eine Entzündung aus.

Neben der erblichen Veranlagung können Hormonschwankungen, bestimmte Medikamente, ungeeignete Kosmetik, Stress und Rauchen die Akne verstärken.

Formen der Akne

Acne comedonica

Vor allem offene und geschlossene Mitesser, kaum Entzündung.

Acne papulopustulosa

Entzündete Knötchen und Pusteln, die häufigste Form.

Acne conglobata

Schwere Form mit tiefen, schmerzhaften Knoten und hohem Narbenrisiko.

Spätakne (Acne tarda)

Akne im Erwachsenenalter, häufig bei Frauen, oft an Kinn und Kieferlinie und hormonell mitbedingt.

Akne behandeln

Die Therapie richtet sich nach Schweregrad, Hauttyp und Lebenssituation. Wichtig ist Geduld: Erste Erfolge zeigen sich meist nach sechs bis acht Wochen, und eine Erhaltungstherapie beugt Rückfällen vor.

Äußerliche Therapie

Wirkstoffe wie Retinoide, Benzoylperoxid oder Azelainsäure lösen Mitesser, wirken entzündungshemmend und antibakteriell, oft als Kombination.

Innerliche Therapie

Bei ausgeprägter entzündlicher Akne ergänzend ein Antibiotikum für begrenzte Zeit, bei schwerer oder vernarbender Akne Isotretinoin. Für Frauen kann in Absprache mit der Gynäkologie eine hormonelle Behandlung sinnvoll sein.

Medizinische Peelings In unserer Praxis

Chemische Peelings mit Salicyl-, Glykol-, Brenztrauben- oder Mandelsäure klären die Haut, öffnen verstopfte Poren, wirken entzündungshemmend und unterstützen die ärztliche Therapie. Als Intensiv-Peeling in Serie, durchgeführt in unserer medizinischen Kosmetik unter ärztlicher Supervision.

AquaFacial GlowSolution zur Rezidivprophylaxe In unserer Praxis

Ist die Akne abgeheilt, hält die regelmäßige AquaFacial GlowSolution mit Ultraschall, SMAS-Massage und LED die Poren frei und die Haut im Gleichgewicht. So beugen wir neuen Entzündungen vor und erhalten das erreichte Ergebnis.

Aknenarben In unserer Praxis

Ist die Akne zur Ruhe gekommen, verbessern Microneedling, PRP-Needling oder Polynukleotide das Hautbild und regen die Kollagenbildung an. Mehr dazu unter Ästhetik.

Was Sie selbst tun können

  • Milde, seifenfreie Reinigung morgens und abends
  • Pflege und Make-up mit dem Hinweis „nicht komedogen“
  • Pickel nicht ausdrücken: Das erhöht das Risiko für Entzündung, Flecken und Narben
  • Leichten Sonnenschutz verwenden, da einige Aknemittel die Lichtempfindlichkeit erhöhen

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Rosazea · Couperose

Rosacea: Rötungen beruhigen, Schübe vermeiden

Rosacea ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung der Gesichtshaut. Sie zeigt sich mit anhaltenden Rötungen, sichtbaren Äderchen und teils mit Knötchen. Sie ist nicht heilbar, lässt sich aber sehr gut behandeln.

Auf einen Blick

  • Typisch: Flush, Dauerrötung, Äderchen, Papeln
  • Wo: Wangen, Nase, Stirn, Kinn
  • Wer: Meist ab etwa 30 Jahren
  • Verlauf: Chronisch, in Schüben

Was hinter Rosacea steckt

Bei Rosacea reagieren Blutgefäße und Immunsystem der Gesichtshaut überempfindlich. Auch Haarbalgmilben (Demodex), die bei Rosacea vermehrt vorkommen, spielen eine Rolle. Typisch sind Phasen plötzlicher Rötung (Flush), aus denen sich mit der Zeit eine dauerhafte Rötung entwickeln kann.

Erscheinungsformen

Rötung & Äderchen (Couperose)

Anhaltende Rötung im Mittelgesicht, sichtbare erweiterte Gefäße (Teleangiektasien).

Papulopustulös

Entzündliche Knötchen und Pusteln, ähnlich wie Akne, aber ohne Mitesser.

Phymatös

Verdickung und Vergrößerung des Gewebes, am häufigsten an der Nase (Rhinophym).

Augenbeteiligung

Brennende, trockene oder gerötete Augen und Lidränder. Hier arbeiten wir mit der Augenheilkunde zusammen.

Rosacea behandeln

Wir kombinieren je nach Erscheinungsbild verschiedene Bausteine. Kortisonhaltige Cremes sind bei Rosacea ungeeignet, da sie die Erkrankung langfristig verschlechtern.

Äußerliche Therapie

Cremes und Gele mit Ivermectin, Metronidazol oder Azelainsäure wirken entzündungshemmend. Gegen die Rötung gibt es Wirkstoffe, die die Gefäße vorübergehend verengen.

Innerliche Therapie

Bei ausgeprägten Entzündungen ein niedrig dosiertes, entzündungshemmendes Doxycyclin, in besonderen Fällen niedrig dosiertes Isotretinoin.

Gefäßbehandlung mit IPL In unserer Praxis

Sichtbare Äderchen und Dauerrötung (Couperose) lassen sich mit IPL gezielt reduzieren. Meist sind mehrere Sitzungen nötig.

Nd:YAG-Laser bei größeren Gefäßen In unserer Praxis

Größere sichtbare Gefäße, die auf die IPL-Behandlung nicht ausreichend ansprechen, behandeln wir gezielt mit dem Nd:YAG-Laser. Sein Licht dringt tiefer in die Haut ein und erreicht auch kräftigere Gefäße.

Rhinophym-Abtragung In unserer Praxis

Verdicktes Gewebe an der Nase kann mit dem Erbiumlaser schonend abgetragen und modelliert werden.

Medizinische Kosmetik In unserer Praxis

Mit äußerlichen Intensivbehandlungen und sanften, auf empfindliche Haut abgestimmten Peelings in unserer medizinischen Kosmetik erzielen wir sehr gute Besserungen und können diese langfristig erhalten.

Hautregeneration In unserer Praxis

Polynukleotide sind auch bei entzündlichen Gesichtsdermatosen möglich und unterstützen die Hautbarriere. Wir beraten Sie, ob und wann das für Sie passt.

Auslöser kennen und meiden

  • UV-Strahlung: täglich mineralischen oder sensitiven Sonnenschutz verwenden
  • Hitze, Sauna, starke Temperaturwechsel
  • Alkohol, scharfe Speisen und heiße Getränke
  • Stress und körperliche Anstrengung
  • Reizende Kosmetik, Peelingkörner, alkoholhaltige Gesichtswasser

Ein Symptom-Tagebuch hilft, Ihre persönlichen Auslöser zu erkennen.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Verrucae

Warzenbehandlung: klassisch, mit immunstimulierenden Behandlungen oder mit dem Laser

Viruswarzen sind harmlos, aber oft hartnäckig, ansteckend und an den Füßen schmerzhaft. Wir behandeln sie klassisch in wöchentlichen Terminen, mit immunstimulierenden Behandlungen, die die körpereigene Abwehr gegen das Warzenvirus aktivieren, oder mit dem Nd:YAG-Laser bei besonders hartnäckigen Warzen.

Auf einen Blick

  • Ursache: Humane Papillomviren (HPV)
  • Wo: Hände, Finger, Fußsohlen, Gesicht
  • Übertragung: Kontakt, feuchte Böden, kleine Hautrisse
  • Ziel: Vollständige Entfernung, wenig Rückfälle

Warzenarten

Gewöhnliche Warzen

Raue, hautfarbene Knötchen, vor allem an Händen und Fingern.

Dornwarzen

An der Fußsohle, durch das Körpergewicht nach innen gedrückt und daher oft schmerzhaft beim Gehen.

Mosaikwarzen

Viele flache Warzen, die beetartig zusammenwachsen, meist an der Fußsohle.

Flachwarzen

Kleine, flache Knötchen, häufig im Gesicht und an den Handrücken.

Unsere Behandlungswege

Klassisch

Unsere klassische Warzenintensivbehandlung (wöchentlich)

Eine Kombination aus mehreren Verfahren in aufeinander abgestimmten Sitzungen, ergänzt durch Ihre Behandlung zu Hause. So greifen wir die Warze von mehreren Seiten zugleich an.

  • Fachgerechtes Abtragen der verhornten Warzenoberfläche
  • Vereisung (Kryotherapie) der Warze
  • Unterschiedliche hornlösende und warzenwirksame Säuren, je nach Warzenart und Lage: Salicylsäure, Trichloressigsäure (TCA), Milchsäure und Monochloressigsäure
  • Immunstimulierende Therapie, die die körpereigene Abwehr gegen das Warzenvirus aktiviert
  • Wöchentliche Termine, bis die Warze abgeheilt ist
  • Geeignet für die meisten Warzen, auch bei Kindern

Hartnäckige Warzen

Nd:YAG-Laser

Für Warzen, bei denen andere Verfahren nicht ausreichend geholfen haben. Der Nd:YAG-Laser dringt tief in die Warze ein und verödet die Blutgefäße, die sie versorgen. Das Warzengewebe stirbt ab und löst sich in den folgenden Wochen.

  • Behandlung unter örtlicher Betäubung
  • Wirkt auch in der Tiefe, oft genügen eine oder wenige Sitzungen
  • Besonders für hartnäckige Dorn- und Mosaikwarzen
  • Abheilung meist innerhalb von zwei bis vier Wochen
  • An der Fußsohle vorübergehende Schonung einplanen

Welche Methode passt, hängt von Art, Größe, Anzahl und Lage der Warzen ab. Das besprechen wir nach der Untersuchung mit Ihnen. Auch nach erfolgreicher Behandlung können neue Warzen entstehen, da das Virus in der Haut verbleiben kann.

Vorbeugen und Ansteckung vermeiden

  • In Schwimmbad, Sauna und Umkleiden Badeschuhe tragen
  • Handtücher, Bimssteine und Feilen nicht teilen
  • Warzen nicht aufkratzen oder selbst herausschneiden
  • Trockene, rissige Haut an Händen und Füßen gut pflegen

Bei therapieresistenten Verläufen

Sprechen Warzen auf diese Verfahren nicht ausreichend an, stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung: die Injektion immunaktivierender oder zellhemmender Wirkstoffe direkt in die Warze (intraläsionale Therapie). In seltenen Fällen kommt eine innerliche Behandlung in Frage. Wir besprechen diese Möglichkeiten ausführlich mit Ihnen.

Bitte ärztlich abklären lassen

Nicht jede warzenähnliche Hautveränderung ist eine Warze. Neu aufgetretene Knoten im Erwachsenenalter, Veränderungen im Gesicht oder im Genitalbereich sowie Warzen bei geschwächtem Immunsystem sollten Sie immer untersuchen lassen. Warzen im Genitalbereich sind meist Condylome, mehr dazu unter Condylome.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Condylomata acuminata

Condylome (Feigwarzen): diskret und gründlich behandelt

Condylome, auch Feig- oder Genitalwarzen genannt, gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Hauterkrankungen. Sie sind gutartig, aber ansteckend und neigen zu Rückfällen. Wir behandeln sie diskret, gründlich und mit viel Zeit für Ihre Fragen.

Auf einen Blick

  • Ursache: Humane Papillomviren (HPV), meist Niedrigrisiko-Typen
  • Wo: Genital- und Analbereich
  • Übertragung: Vor allem beim Geschlechtsverkehr
  • Vorbeugung: HPV-Impfung

Wie sich Condylome zeigen

Condylome sind kleine, hautfarbene bis bräunliche oder rötliche Knötchen, die einzeln oder in Gruppen auftreten und mit der Zeit zu blumenkohlartigen Beeten zusammenwachsen können. Sie verursachen oft keine Beschwerden, manchmal Juckreiz, Brennen oder leichte Blutungen.

Zwischen Ansteckung und sichtbaren Warzen können Wochen bis Monate vergehen. Das Virus kann auch in der Haut vorhanden sein, ohne dass Warzen zu sehen sind.

Condylome behandeln

Welche Behandlung passt, hängt von Anzahl, Größe und Lage der Condylome ab. Häufig kombinieren wir mehrere Verfahren.

Behandlung zu Hause

Immunstimulierende oder warzenhemmende Cremes und Lösungen, die Sie nach genauer Anleitung über mehrere Wochen selbst auftragen.

Abtragung In unserer Praxis

Operative Entfernung oder Laserbehandlung unter örtlicher Betäubung, besonders bei größeren oder zahlreichen Condylomen.

Kontrollen

Da Condylome häufig wiederkehren, sehen wir uns die Haut nach der Behandlung in regelmäßigen Abständen erneut an.

Vorbeugen durch Impfung

Die HPV-Impfung schützt vor den Virustypen, die die meisten Condylome verursachen, und zusätzlich vor HPV-Typen, die bestimmte Krebserkrankungen auslösen können. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, mit Nachholimpfung bis zum 18. Geburtstag. Ob eine Impfung auch später für Sie sinnvoll ist, besprechen wir gern mit Ihnen.

Auch an die Partnerin oder den Partner denken

Wir empfehlen, dass sich auch Ihre Sexualpartnerinnen und -partner untersuchen lassen. Kondome senken das Ansteckungsrisiko, schützen aber nicht vollständig. Bei Condylomen im Analbereich oder bei Frauen kann eine ergänzende fachärztliche Untersuchung sinnvoll sein.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Psoriasis

Schuppenflechte: heute sehr gut behandelbar

Psoriasis ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die weit über die Haut hinausgehen kann. Dank moderner Therapien ist heute für die meisten Betroffenen eine weitgehend erscheinungsfreie Haut ein realistisches Ziel.

Auf einen Blick

  • Typisch: Scharf begrenzte, gerötete, silbrig schuppende Plaques
  • Wo: Ellenbogen, Knie, Kopfhaut, Nägel, Gesäßfalte
  • Häufigkeit: Etwa 2 bis 3 von 100 Menschen
  • Ansteckend: Nein

Was bei Psoriasis passiert

Bei der Schuppenflechte richtet sich das Immunsystem fehlerhaft gegen die Haut. Die Hautzellen erneuern sich dadurch in wenigen Tagen statt in rund vier Wochen, es bilden sich dicke, schuppende Plaques. Die Veranlagung ist häufig erblich.

Schübe können durch Infekte, Stress, Verletzungen der Haut, bestimmte Medikamente, Rauchen und Alkohol ausgelöst werden.

Mehr als eine Hauterkrankung

Psoriasis ist eine Systemerkrankung. Bei einem Teil der Betroffenen sind auch die Gelenke entzündet (Psoriasis-Arthritis). Zudem treten Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes häufiger auf. Wir achten deshalb auch auf diese Begleiterkrankungen.

Schuppenflechte behandeln

Die Therapie richtet sich nach Ausprägung, betroffenen Stellen und Ihrer Lebensqualität. Wir behandeln nach der aktuellen Leitlinie.

Schuppen lösen und pflegen

Harnstoff- und salicylsäurehaltige Präparate lösen die Schuppen und bereiten die Haut auf die Wirkstoffe vor. Rückfettende Basispflege gehört täglich dazu.

Äußerliche Therapie

Bei leichter Psoriasis Kombinationen aus Kortison und Vitamin-D-Abkömmlingen als Creme, Gel, Schaum oder Lösung für die Kopfhaut.

Lichttherapie

Eine UVB-Therapie kann bei ausgedehntem Befall wirksam sein. Wir beraten Sie, ob sie für Sie in Frage kommt.

Systemische Therapie

Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis oder besonderen Lokalisationen wie Nägeln, Händen, Gesicht oder Genitalbereich: Tabletten oder moderne Biologika, die gezielt einzelne Botenstoffe der Entzündung blockieren.

Was Sie selbst tun können

  • Konsequente, rückfettende Hautpflege, auch in erscheinungsfreien Phasen
  • Rauchstopp und wenig Alkohol verbessern den Verlauf nachweislich
  • Ein gesundes Körpergewicht unterstützt die Wirksamkeit der Therapie
  • Hautverletzungen vermeiden, da sie neue Herde auslösen können

Achten Sie auf Ihre Gelenke

Morgensteifigkeit, geschwollene Finger- oder Zehengelenke und Schmerzen an Sehnenansätzen sollten Sie uns unbedingt mitteilen. Eine frühe Behandlung schützt die Gelenke.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Ekzemerkrankungen

Neurodermitis, Dermatitis und Ekzeme

Gerötete, juckende, schuppende Haut kann viele Ursachen haben. Wir klären, welche Form eines Ekzems vorliegt und was es auslöst. Daraus entsteht ein Behandlungsplan, der Schübe lindert und ihnen vorbeugt. Für die Beratung nehmen wir uns Zeit.

Auf einen Blick

  • Typisch: Rötung, Juckreiz, Schuppung, Bläschen, Trockenheit
  • Formen: Neurodermitis, Kontaktekzem, Handekzem und weitere
  • Ansteckend: Nein
  • Bei chronischem Verlauf: Proaktive Intervalltherapie

Was ist der Unterschied?

Dermatitis und Ekzem bezeichnen im Grunde dasselbe: eine entzündliche, nicht ansteckende Reaktion der Haut mit Rötung, Juckreiz, Schuppung und manchmal Bläschen oder nässenden Stellen. „Dermatitis“ wird häufiger für akute Entzündungen verwendet, „Ekzem“ eher für länger bestehende Veränderungen.

Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist eine bestimmte, chronische Form davon. Sie beruht auf einer angeborenen Neigung zu einer gestörten Hautbarriere und einem überempfindlichen Immunsystem, beginnt oft schon im Kindesalter und verläuft in Schüben. Andere Ekzeme werden dagegen vor allem von außen ausgelöst, etwa durch Reizstoffe, Allergene oder Austrocknung.

Häufige Formen

Neurodermitis

Trockene Haut, starker Juckreiz, Ekzeme in Armbeugen, Kniekehlen, an Hals, Gesicht und Händen. Häufig zusammen mit Heuschnupfen, Asthma oder Allergien.

Irritatives Kontaktekzem

Entsteht durch wiederholte Reizung, etwa durch häufiges Waschen, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel oder Feuchtarbeit.

Allergisches Kontaktekzem

Eine Allergie gegen einen Stoff, der die Haut berührt, z. B. Nickel, Duft- oder Konservierungsstoffe. Klarheit bringt ein Allergietest (Epikutantest).

Handekzem

Oft eine Mischung mehrerer Ursachen und besonders belastend im Alltag und Beruf. Mehr unter Hände

Austrocknungsekzem

Rissige, juckende Haut vor allem an den Beinen, häufig im Winter und im höheren Alter.

Seborrhoisches Ekzem

Rötung und fettige Schuppen an Kopfhaut und Gesicht. Mehr erfahren

Ekzeme behandeln

Am Anfang steht die genaue Diagnose. Wo ein Auslöser erkennbar ist, steht seine Vermeidung an erster Stelle. Die weitere Behandlung folgt einem Stufenschema und richtet sich nach Form und Schwere.

Basistherapie

Tägliche, rückfettende Pflege stärkt die Hautbarriere und ist die Grundlage jeder Behandlung, auch wenn die Haut gerade erscheinungsfrei ist. Wir finden mit Ihnen die passende Grundlage für Ihre Haut.

Entzündungshemmende Cremes

Im akuten Schub entzündungshemmende Cremes in passender Stärke, mit oder ohne Kortison, je nach Hautareal.

Proaktive Intervalltherapie

Bei chronischen Verläufen, siehe unten.

Innerliche Therapie

Bei mittelschwerer bis schwerer Neurodermitis oder schweren Handekzemen stehen heute moderne Medikamente zur Verfügung, die gezielt in die Entzündung eingreifen und den Juckreiz deutlich lindern können.

Proaktive Intervalltherapie bei chronischen Verläufen

Auch wenn ein Ekzem äußerlich abgeheilt ist, bleibt in der Haut oft eine unsichtbare Entzündung bestehen. Deshalb kehren die Schübe immer wieder an denselben Stellen zurück.

Bei der proaktiven Intervalltherapie behandeln wir nicht erst, wenn der nächste Schub kommt. Nach Abheilung wird die entzündungshemmende Creme an den typischen Stellen in festen Abständen weiter aufgetragen, meist zweimal pro Woche über mehrere Monate, zusätzlich zur täglichen Pflege. So werden Schübe seltener und schwächer, und insgesamt wird meist weniger Wirkstoff benötigt als bei einer reinen Behandlung im Schub.

Was Sie selbst tun können

  • Kurz und lauwarm duschen, danach sofort eincremen
  • Milde, parfümfreie Reinigungs- und Pflegeprodukte verwenden
  • Hände bei Feuchtarbeit mit geeigneten Handschuhen schützen
  • Weiche, atmungsaktive Kleidung aus Baumwolle tragen
  • Kühlen statt Kratzen, z. B. mit feuchten Umschlägen

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Beratung

Chronische Ekzeme lassen sich nur gemeinsam gut in den Griff bekommen. Wir besprechen in Ruhe mögliche Ursachen und Auslöser, zeigen Ihnen die richtige Anwendung von Pflege und Cremes und geben Ihnen einen klaren, schriftlichen Behandlungsplan mit. Wenn sich etwas ändert, passen wir ihn mit Ihnen an.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Rosazeaartige Dermatitis

Periorale Dermatitis: weniger ist mehr

Kleine rote Knötchen rund um den Mund, dazu Brennen und Spannungsgefühl: Die periorale Dermatitis betrifft vor allem Frauen zwischen 20 und 45 Jahren. Oft wird sie durch zu viel Pflege ausgelöst und mit noch mehr Pflege verschlimmert.

Auf einen Blick

  • Typisch: Rote Knötchen und Pusteln, Brennen, Schuppung
  • Wo: Um Mund, Nase, gelegentlich Augen
  • Kennzeichen: Schmaler freier Saum am Lippenrot
  • Prognose: Heilt bei richtiger Behandlung ohne Narben ab

Wie sie entsteht

Häufigster Auslöser ist eine Überpflege: Viele, vor allem reichhaltige Cremes, Seren und Make-up weichen die Hautbarriere auf. Besonders folgenreich ist die Anwendung kortisonhaltiger Cremes im Gesicht. Sie bessern die Haut zunächst, nach dem Absetzen kommt es aber zu einem deutlichen Aufflammen.

Auch hormonelle Einflüsse, Stress und bestimmte Zahnpasten werden als Mitauslöser diskutiert.

Periorale Dermatitis behandeln

Nulltherapie

Der wichtigste Schritt: Alle Cremes, Seren und Make-up im Gesicht konsequent weglassen. Gereinigt wird nur mit lauwarmem Wasser. In den ersten Tagen kann sich die Haut vorübergehend verschlechtern, das ist normal.

Kortison ausschleichen

Wurden kortisonhaltige Cremes angewendet, setzen wir diese mit Ihnen kontrolliert ab, um ein starkes Aufflammen zu vermeiden.

Äußerliche Therapie

Bei Bedarf entzündungshemmende Wirkstoffe wie Metronidazol, Erythromycin, Azelainsäure oder Pimecrolimus in leichter Grundlage, gegen Spannungsgefühl ggf. Umschläge mit Schwarztee.

Innerliche Therapie

Bei ausgeprägten Befunden über einige Wochen ein entzündungshemmendes Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline.

Bis zur vollständigen Abheilung vergehen meist mehrere Wochen. Danach führen wir die Pflege behutsam und mit wenigen, gut verträglichen Produkten wieder ein.

Medizinische Kosmetik In unserer Praxis

Mit äußerlichen Intensivbehandlungen und Peelings in unserer medizinischen Kosmetik erzielen wir sehr gute Besserungen und können diese erhalten. Den richtigen Zeitpunkt nach der akuten Phase legen wir gemeinsam mit Ihnen fest.

Keine Cortisoncremes verwenden

Rezeptfreie Kortisoncremes im Gesicht sind einer der häufigsten Auslöser. Lassen Sie Hautausschläge im Gesicht ärztlich abklären, bevor Sie sie behandeln.

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Dermatologie · Seborrhoische Dermatitis

Seborrhoisches Ekzem: Rötung und Schuppen gezielt behandeln

Das seborrhoische Ekzem ist eine häufige, gutartige Hauterkrankung in talgdrüsenreichen Regionen. Es zeigt sich mit Rötung und gelblich-fettigen Schuppen und verläuft oft in Schüben, besonders in der kalten Jahreszeit.

Auf einen Blick

  • Typisch: Rötung mit gelblich-fettigen Schuppen, leichter Juckreiz
  • Wo: Kopfhaut, Augenbrauen, Nasenflügel, hinter den Ohren, Brust
  • Verlauf: Chronisch wiederkehrend
  • Ansteckend: Nein

Ursachen

Eine wichtige Rolle spielt die Hefe Malassezia, die bei allen Menschen auf der Haut lebt. Bei Betroffenen reagiert die Haut auf diese Hefe und ihre Stoffwechselprodukte mit einer Entzündung. Begünstigt wird das durch Stress, Schlafmangel, trockene Heizungsluft und Kälte.

Bei Säuglingen tritt eine eigene, meist harmlose Form als Kopfgneis auf. Bei sehr ausgeprägten oder häufig wiederkehrenden Verläufen prüfen wir auch mögliche Begleitfaktoren.

Seborrhoisches Ekzem behandeln

Gegen die Hefe

Antimykotische Shampoos, Cremes oder Gele, z. B. mit Ketoconazol oder Ciclopirox, verringern die Malassezia-Besiedlung und beruhigen die Haut.

Entzündung beruhigen

Bei stärkerer Rötung kurzfristig milde Kortisonpräparate oder kortisonfreie, entzündungshemmende Cremes, besonders für das Gesicht.

Schuppen lösen

Bei dicken Schuppen auf der Kopfhaut lösen wir diese zunächst mit geeigneten Ölen oder Lösungen ab.

Erhaltungstherapie

Ein- bis zweimal pro Woche ein antimykotisches Shampoo oder eine Creme beugt Rückfällen wirksam vor.

Was Sie selbst tun können

  • Milde, leichte Pflege statt fettreicher Cremes im Gesicht
  • Haare regelmäßig waschen, das Shampoo einige Minuten einwirken lassen
  • Ausreichend Schlaf und Stressabbau
  • Ein wenig Sonne bessert die Beschwerden oft, Sonnenbrand aber unbedingt vermeiden

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Dermatologie · Herpeserkrankungen

Herpeserkrankungen: Herpes simplex und Herpes Zoster

Herpes simplex und Herpes Zoster werden von Viren derselben Familie ausgelöst. Beide verbleiben nach der Erstinfektion lebenslang in Nervenzellen und können später wieder aktiv werden. Herpes simplex zeigt sich meist als wiederkehrender Lippen- oder Genitalherpes, Herpes Zoster als Gürtelrose. Bei beiden gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser.

Auf einen Blick

  • Herpes simplex: Wiederkehrende Bläschen an Lippen, Gesicht oder Genitalbereich
  • Herpes Zoster: Gürtelrose: einseitiger, streifenförmiger Ausschlag mit Schmerzen
  • Ansteckend: Ja, über den Bläscheninhalt
  • Wichtig: Frühzeitig antiviral behandeln

Zwei Erkrankungen, eine Virusfamilie

Herpes simplex

Ausgelöst durch Herpes-simplex-Viren. Die Erstinfektion erfolgt oft schon in der Kindheit. Danach können immer wieder Bläschen an derselben Stelle auftreten, am häufigsten an den Lippen (Lippenherpes) oder im Genitalbereich (Genitalherpes).

Herpes Zoster

Ausgelöst durch das Varizella-Zoster-Virus, den Erreger der Windpocken. Wird es Jahre später wieder aktiv, entsteht die Gürtelrose: ein schmerzhafter Ausschlag entlang eines Nervs, meist nur einmal im Leben.

Herpes simplex: wie er sich zeigt

Typisch ist ein Kribbeln, Brennen oder Spannen, gefolgt von gruppierten, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen auf gerötetem Grund. Die Bläschen platzen, verkrusten und heilen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ohne Narben ab.

Häufige Auslöser für einen erneuten Ausbruch sind UV-Strahlung, Fieber und Infekte, Stress, hormonelle Schwankungen, kleine Verletzungen der Haut und eine geschwächte Abwehr.

Herpes simplex behandeln

Früh äußerlich behandeln

Virushemmende Cremes wirken am besten, wenn sie schon beim ersten Kribbeln aufgetragen werden. Austrocknende Präparate unterstützen die Abheilung.

Antivirale Tabletten

Bei ausgeprägten Verläufen, bei Genitalherpes oder bei geschwächter Abwehr verkürzen Tabletten die Erkrankung deutlich.

Bei häufigen Rückfällen

Treten Herpesausbrüche sehr oft auf, kann eine vorbeugende Dauertherapie über einige Monate sinnvoll sein.

Auslöser vermeiden

Sonnenschutz für die Lippen mit hohem Lichtschutzfaktor, besonders im Urlaub und in den Bergen.

Der Bläscheninhalt ist ansteckend. Bitte nicht an die Bläschen fassen, Hände waschen, Handtücher und Gläser nicht teilen und auf Küsse verzichten, besonders gegenüber Säuglingen.

Herpes Zoster: wie sich Gürtelrose zeigt

Die Gürtelrose entsteht, wenn das Windpockenvirus, das nach einer Windpockenerkrankung lebenslang im Körper verbleibt, wieder aktiv wird. Das Risiko steigt ab etwa 50 Jahren und bei geschwächter Abwehr.

Häufig beginnt sie mit Abgeschlagenheit und brennenden oder stechenden Schmerzen in einem umschriebenen Hautareal. Nach einigen Tagen bilden sich dort gerötete Flecken und gruppierte Bläschen, typischerweise nur auf einer Körperseite und entlang des Versorgungsgebiets eines Nervs. Am häufigsten sind Rumpf und Gesicht betroffen.

Herpes Zoster behandeln

Antivirale Therapie

Virushemmende Tabletten verkürzen die Erkrankung und senken das Risiko für langanhaltende Nervenschmerzen. Sie wirken am besten, wenn sie innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der Bläschen begonnen werden.

Schmerztherapie

Eine ausreichende Schmerzbehandlung von Anfang an ist wichtig und kann das Risiko einer Post-Zoster-Neuralgie verringern.

Lokale Wundpflege

Austrocknende und antiseptische Präparate unterstützen die Abheilung der Bläschen und beugen bakteriellen Infektionen vor.

Nachsorge

Bleiben Schmerzen nach Abheilung des Ausschlags bestehen, begleiten wir Sie weiter und beziehen bei Bedarf die Schmerzmedizin ein.

Herpes Zoster: Ansteckung

Der Inhalt der Bläschen ist ansteckend. Menschen, die noch keine Windpocken hatten und nicht geimpft sind, können sich anstecken und an Windpocken erkranken. Halten Sie die Bläschen bedeckt und meiden Sie bis zur Verkrustung den Kontakt zu Schwangeren, Neugeborenen und immungeschwächten Menschen.

Herpes Zoster: Vorbeugen durch Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung mit einem Totimpfstoff allen Menschen ab 60 Jahren sowie ab 50 Jahren bei bestimmten Grunderkrankungen oder Immunschwäche. Die Impfung besteht aus zwei Dosen. Wir beraten Sie gern, ob sie für Sie sinnvoll ist.

Sofort ärztlich abklären

Bei Herpes in der Nähe des Auges, bei Neugeborenen und Säuglingen sowie bei Menschen mit Neurodermitis: Hier kann sich das Virus großflächig auf der Haut ausbreiten (Ekzema herpeticatum). Das muss umgehend behandelt werden.

Sofort ärztlich abklären

Bei Gürtelrose im Gesicht, vor allem an Stirn, Nase oder Auge, sowie im Bereich des Ohres ist eine rasche Behandlung besonders wichtig, da Auge, Gehör und Gesichtsnerv betroffen sein können. Ebenso bei geschwächtem Immunsystem oder ausgedehntem Befall.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Mikrobiologische Erkrankungen

Infektionen der Haut: Bakterien, Pilze und Parasiten

Die Haut ist dicht besiedelt, meist mit nützlichen Mikroorganismen. Ist die Hautbarriere geschwächt oder kommt ein Erreger von außen hinzu, können Infektionen entstehen. Wir finden den Erreger gezielt und behandeln ihn so, dass er verschwindet und nicht weitergegeben wird.

Auf einen Blick

  • Bakterien: Borkenflechte, Haarbalg­entzündung, Wundrose, Wanderröte
  • Pilze: Fuß-, Nagel- und Hautpilz, Hefepilze, Kleienpilzflechte
  • Parasiten: Krätze, Läuse, Hautmaulwurf
  • Diagnose: Abstrich, Pilznachweis, Dermatoskopie

Bakterielle Infektionen

Borkenflechte (Impetigo)

Bläschen und honiggelbe Krusten, oft im Gesicht, besonders bei Kindern. Sehr ansteckend.

Haarbalgentzündung & Furunkel

Entzündete Pusteln an Haarwurzeln, die sich zu schmerzhaften, tiefen Knoten entwickeln können.

Wundrose (Erysipel)

Scharf begrenzte, überwärmte, sich ausbreitende Rötung, oft am Unterschenkel und häufig mit Fieber. Bakterien dringen über kleine Hautrisse ein, etwa bei Fußpilz.

Wanderröte (Borreliose)

Sich ringförmig ausbreitende Rötung Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich. Sie sollte immer behandelt werden.

Pilzinfektionen

Fußpilz

Juckende, schuppende oder aufgeweichte Haut zwischen den Zehen oder an der Fußsohle. Mehr unter Podologie

Nagelpilz

Verfärbte, verdickte und brüchige Nägel, oft als Folge eines Fußpilzes. Mehr unter Nägel

Hautpilz am Körper

Ringförmige, schuppende Herde mit gerötetem Rand, nicht selten von Haustieren übertragen. Bei Kindern auch an der Kopfhaut.

Hefepilze

Gerötete, nässende Stellen in Hautfalten, unter der Brust, in der Leiste oder im Windelbereich.

Kleienpilzflechte

Helle oder bräunliche, fein schuppende Flecken an Brust und Rücken, die nach Sonne besonders auffallen.

Begünstigende Faktoren

Feuchtigkeit, enge Schuhe, Schwitzen, Diabetes oder eine geschwächte Abwehr.

Parasiten

Krätze (Skabies)

Starker, nachts zunehmender Juckreiz, feine Gänge und Knötchen, z. B. zwischen den Fingern. Krätzmilben werden bei engem Hautkontakt übertragen und kommen wieder häufiger vor.

Läuse

Kopfläuse vor allem bei Kindern, seltener Filz- oder Kleiderläuse. Juckreiz und sichtbare Nissen.

Hautmaulwurf (Larva migrans)

Juckende, wandernde Linien in der Haut, meist nach Barfußlaufen an tropischen Stränden.

Stiche

Insekten-, Floh- oder Bettwanzenstiche, deren Ursache wir gemeinsam mit Ihnen eingrenzen.

Diagnose und Behandlung

Erreger nachweisen

Je nach Befund mit Abstrich, mikroskopischem Pilznachweis oder Pilzkultur. Krätzmilben lassen sich oft direkt mit dem Dermatoskop erkennen.

Gezielt behandeln

Antiseptisch, antibakteriell, gegen Pilze oder gegen Parasiten, äußerlich als Creme, Lösung oder Shampoo und, wenn nötig, innerlich als Tabletten.

Weitergabe verhindern

Bei Krätze und Läusen werden enge Kontaktpersonen mitbehandelt. Sie erhalten genaue Hinweise zu Wäsche, Textilien und Hygiene.

Rückfällen vorbeugen

Wir behandeln auch, was die Infektion begünstigt, etwa einen Fußpilz als Eintrittspforte für eine Wundrose.

Was Sie selbst tun können

  • Füße und Zehenzwischenräume nach dem Waschen gut abtrocknen
  • Handtücher, Kämme und Kleidung nicht teilen
  • In Schwimmbad, Sauna und Umkleiden Badeschuhe tragen
  • Nach Aufenthalten im Grünen den Körper nach Zecken absuchen
  • Eine verordnete Behandlung bis zum Ende durchführen, auch wenn die Haut schon besser aussieht

Bitte rasch ärztlich abklären

Eine schnell größer werdende, heiße und schmerzhafte Rötung, vor allem mit Fieber oder Schüttelfrost, sowie eine Rötung nach einem Zeckenstich gehören zeitnah in ärztliche Behandlung.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Trichologie

Haarsprechstunde und Haarausfall

Bis zu 100 Haare am Tag zu verlieren, ist normal. Werden es deutlich mehr, lichtet sich das Haar oder entstehen kahle Stellen, steckt eine Ursache dahinter, die sich in vielen Fällen gut behandeln lässt. Wir klären sie gründlich und stellen mit Ihnen einen Behandlungsplan zusammen, von Minoxidil bis zu regenerativen Verfahren wie PRP, PolyHair und MesoHair.

Auf einen Blick

  • Diagnose: Gespräch, Untersuchung von Kopfhaut und Haaren, Laborwerte
  • Therapie: Minoxidil, PRP, PolyHair, MesoHair Needling
  • Geduld: Erste Ergebnisse meist nach 3 bis 6 Monaten
  • Wichtig: Früh beginnen

Häufige Formen

Anlagebedingter Haarausfall

Die häufigste Form bei Männern und Frauen. Bei Männern mit Geheimratsecken und lichtem Hinterkopf, bei Frauen meist als Ausdünnung am Scheitel. Die Haarfollikel reagieren empfindlich auf Hormone und werden mit der Zeit kleiner.

Diffuser Haarausfall

Gleichmäßiger Haarverlust am ganzen Kopf, häufig einige Monate nach Infekten, Operationen, Geburt, Stress, Diäten oder bei Eisenmangel und Schilddrüsenerkrankungen.

Kreisrunder Haarausfall

Plötzlich auftretende, runde kahle Stellen. Ursache ist eine Fehlreaktion des Immunsystems gegen die Haarwurzeln.

Vernarbender Haarausfall

Seltene, entzündliche Formen, bei denen Haarwurzeln dauerhaft verloren gehen können. Hier ist eine frühe Diagnose besonders wichtig.

Kopfhauterkrankungen

Schuppen, Juckreiz und Entzündungen, etwa bei seborrhoischem Ekzem, Schuppenflechte oder Pilzinfektionen.

Haarschaft & Haarqualität

Brüchiges, glanzloses oder stark geschädigtes Haar, auch durch Färben, Hitze oder Zug.

Diagnose

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Vorgeschichte, untersuchen Kopfhaut und Haare, auch vergrößert mit dem Dermatoskop (Trichoskopie), und veranlassen bei Bedarf Laborwerte wie Eisen, Schilddrüsen- oder Hormonwerte. So erkennen wir, welche Form vorliegt und ob behandelbare Ursachen dahinterstecken.

Haarausfall behandeln

Zuerst behandeln wir erkennbare Ursachen, etwa einen Eisenmangel oder eine entzündliche Kopfhauterkrankung. Bei anlagebedingtem Haarausfall setzen wir auf eine Kombination aus bewährter Basistherapie und regenerativen Verfahren.

Minoxidil

Bewährter Wirkstoff zur Anwendung auf der Kopfhaut. Er verlängert die Wachstumsphase der Haare und kann den Haarausfall bremsen und die Haardichte verbessern. Wichtig ist eine regelmäßige und langfristige Anwendung.

PRP-Eigenbluttherapie In unserer Praxis

Aus Ihrem eigenen Blut gewonnenes, plättchenreiches Plasma wird in die Kopfhaut eingebracht. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren regen die Haarfollikel an.

PolyHair In unserer Praxis

Behandlung der Kopfhaut mit Polynukleotiden, die die Regeneration der Kopfhaut und die Versorgung der Haarwurzeln unterstützen.

MesoHair Needling In unserer Praxis

Microneedling der Kopfhaut mit hochkonzentrierten Wirkseren, die über feinste Mikrokanäle direkt an die Haarwurzeln gelangen.

Die regenerativen Verfahren werden meist als Kur mit mehreren Sitzungen durchgeführt, danach in größeren Abständen zur Erhaltung. Haare wachsen langsam: Erste Ergebnisse zeigen sich in der Regel nach drei bis sechs Monaten.

Je früher, desto besser

Haarwurzeln, die noch aktiv sind, lassen sich am besten erhalten. Lassen Sie verstärkten Haarausfall deshalb frühzeitig abklären, bei kahlen Stellen oder einer entzündeten Kopfhaut zeitnah.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung und Beratung.

Dermatologie · Mund- und Genitalschleimhaut

Erkrankungen der Schleimhäute

Die Dermatologie umfasst nicht nur die Haut, sondern auch die angrenzenden Schleimhäute an Lippen, Mund und im Genitalbereich. Beschwerden dort sind oft unangenehm und werden aus Scham lange hingenommen. Wir untersuchen und behandeln sie diskret und mit Zeit für Ihre Fragen.

Auf einen Blick

  • Bereiche: Lippen, Mundschleimhaut, Genital- und Analbereich
  • Typisch: Brennen, Juckreiz, Rötung, weißliche Stellen, Wunden
  • Diagnose: Untersuchung, Abstrich, bei Bedarf Gewebeprobe
  • Haltung: Diskret und einfühlsam

Lippen und Mundschleimhaut

Aphthen

Schmerzhafte, runde Schleimhautgeschwüre mit weißlichem Belag, die oft wiederkehren.

Lichen planus der Mundschleimhaut

Weißliche, netzartige Streifen oder schmerzhafte Rötungen an Wangenschleimhaut, Zunge oder Zahnfleisch. Eine chronische Entzündung, die regelmäßig kontrolliert werden sollte.

Entzündungen der Lippen

Trockene, rissige oder entzündete Lippen und eingerissene Mundwinkel, z. B. durch Kontaktallergien, Pilze oder Ekzeme.

Lichtschäden der Lippe

Raue, schuppende Stellen an der Unterlippe als Folge von UV-Strahlung, eine Vorstufe von Hautkrebs. Mehr erfahren

Infektionen

Lippenherpes und Pilzbefall der Mundschleimhaut (Soor). Mehr zu Herpes

Weißliche Veränderungen

Weiße, nicht abwischbare Flecken (Leukoplakie) sollten immer ärztlich abgeklärt werden.

Genital- und Analbereich

Lichen sclerosus

Chronische Entzündung mit Juckreiz und weißlichen, pergamentartigen Hautarealen, bei Frauen und Männern. Frühzeitig behandelt, lassen sich Vernarbungen vermeiden. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.

Ekzeme und Kontaktallergien

Juckreiz und Rötung, oft durch Pflege-, Hygiene- oder Waschmittel ausgelöst.

Entzündungen und Pilzinfektionen

Z. B. Entzündungen der Eichel oder der Vulva, häufig durch Hefepilze oder Bakterien. Mehr zu Infektionen

Condylome und Herpes

Feigwarzen und Genitalherpes. Mehr zu Condylomen

Schuppenflechte im Intimbereich

Psoriasis zeigt sich hier oft ohne Schuppen, als scharf begrenzte Rötung. Mehr erfahren

Unklare Veränderungen

Neue Knötchen, Pigmentflecken oder Wunden im Genitalbereich sollten untersucht werden.

Diagnose und Behandlung

Genaue Untersuchung

Wir sehen uns die Schleimhaut und die angrenzende Haut genau an, bei Bedarf mit Abstrich oder Allergietest.

Gewebeprobe, wenn nötig

Bei chronischen oder unklaren Veränderungen sichert eine kleine Gewebeprobe die Diagnose.

Gezielte Behandlung

Entzündungshemmend, gegen Pilze, Bakterien oder Viren, abgestimmt auf die empfindliche Schleimhaut, dazu Hinweise zur richtigen Pflege.

Zusammenarbeit

Wo sinnvoll, stimmen wir uns mit Zahnärztinnen und Zahnärzten, Gynäkologie oder Urologie ab.

Bitte abklären lassen

Eine Wunde, Rötung oder weißliche Stelle an Lippen, Mund oder im Genitalbereich, die nach zwei bis drei Wochen nicht abgeheilt ist, sollte immer ärztlich untersucht werden.

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Persönlich für Sie da

Lernen Sie uns kennen

Wir besprechen Ihre Wünsche und Sorgen, untersuchen Ihre Haut dermatologisch, analysieren sie mit modernster KI-gestützter, dreidimensionaler Hautanalyse und finden gemeinsam das Behandlungs-, Regenerations- und Präventionskonzept, das zu Ihnen und Ihrer Haut passt.

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